Direkt buchen lassen, neben Airbnb und Booking.com.
Die Portale bringen neue Gäste. Wer dich schon kennt oder selbst findet, kann direkt bei dir buchen. Was dafür nötig ist, was es kostet und was die Portale erlauben.
Keine Rechts- oder Steuerberatung
Drei Nächte zu 120 € und 45 € Endreinigung, der Gast zahlt 405 €. Bei dir kommt an:
Airbnb 330,30 € 74,70 € Gebühr, 15,5 % plus Umsatzsteuer
Booking.com 332,71 € 72,29 € Gebühr, 15 % plus Umsatzsteuer
Direkt mit Karte 398,67 € 6,33 € an Stripe
Wer direkt bucht
Gäste, die dich über deine eigene Website oder bei Google finden, die über eine Empfehlung kommen oder über die Tourismusinformation deines Orts. Die Portale bleiben der Weg zu neuen Gästen, die dich noch nicht kennen. Eine eigene Buchungsseite ersetzt sie nicht, sie fängt auf, was sonst als Anfrage per Mail oder Telefon kommt und erst nach Tagen als Überweisung bezahlt ist.
Was Airbnb erlaubt
Airbnb verbietet, Gäste aus einer Airbnb-Buchung zu einer Buchung außerhalb zu bewegen, auch für einen späteren Aufenthalt. Ebenso verboten sind ein Rabatt für die Buchung außerhalb, Fragen nach Kontaktdaten vor der Buchung und Werbung an Gäste, deren Adresse du über Airbnb bekommen hast.
Deine eigenen Wege bleiben deine: die eigene Website, der Eintrag bei der Tourismusinformation, Empfehlungen und Gäste, die du selbst gewonnen hast. Dort gehört der Link zu deiner Buchungsseite hin, nicht in eine Airbnb-Nachricht.
Quelle: Airbnb, Richtlinie zu Buchungen außerhalb der Plattform.
Was eine direkte Buchung kostet
Die Umsatzsteuer auf die Portalgebühr trägst du, wenn du keine Vorsteuer abziehst, zum Beispiel als Kleinunternehmer. Stripe berechnet für eine gewöhnliche Karte aus der EU 1,5 % plus 25 Cent; fordert ein Gast sein Geld über seine Bank zurück, kostet das 20 €. Einen Aufschlag für die Kartenzahlung darfst du Gästen nicht berechnen. Keyset selbst kostet 19 € im Monat für die erste Wohnung, ohne Provision.
Mit deinen eigenen Preisen rechnen
Quellen: Airbnb-Hilfe zu Servicegebühren, Stripe-Preise, § 270a BGB.
Karte statt Vorkasse
Viele Gäste haben Sorge vor falschen Ferienwohnungen, bei denen die Überweisung verloren ist. Mit Karte können sie ihr Geld im Betrugsfall über ihre Bank zurückholen, und das macht die Buchung bei einem Gastgeber, den sie noch nicht kennen, leichter. Für dich ist das Geld da, bevor der Gast anreist, und niemand muss einer Überweisung hinterherschreiben.
Wer lieber überweist oder bar zahlt, bucht per Telefon oder Mail. Solche Buchungen trägst du in Keyset selbst ein und vermerkst die Zahlung, wenn sie eingeht.
Den Kalender abgleichen
Für jede Wohnung gibt dir Keyset einen Kalender-Link, den du bei Airbnb und Booking.com einträgst, und umgekehrt trägst du deren Kalender-Links in Keyset ein. Keyset holt die Kalender der Portale alle 15 Minuten ab. Übertragen werden nur belegte Nächte, keine Namen und keine Preise. Wie oft Airbnb und Booking.com deinen Kalender abholen, bestimmen sie selbst; bis eine direkte Buchung dort als belegt erscheint, kann es dauern.
Überschneidet sich eine Portalbuchung mit einer bestehenden Buchung, überschreibt Keyset nichts: Beide bleiben stehen, und du siehst den Fall unter „Zu erledigen“. Preise und Verfügbarkeit auf den Portalen steuert Keyset nicht. Wer das von einer Stelle aus will, braucht einen Channel Manager.
Stornobedingungen festlegen
Für eine Ferienwohnung zu festen Terminen gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht, auch nicht bei einer Buchung im Internet. Was bei einer Absage gilt, legst du in deinen Stornobedingungen fest. Ohne Vereinbarung schuldet der Gast den Preis, du musst dir aber anrechnen lassen, was du sparst oder durch eine andere Vermietung einnimmst.
In Keyset legst du fest, bis wie viele Tage vor der Anreise eine Stornierung kostenlos ist und wie viel Prozent du danach erstattest. Gäste sehen die Bedingungen auf deiner Buchungsseite, bevor sie buchen. Storniert wird bei dir, und die Erstattung richtet sich nach den Bedingungen, die bei der Buchung galten.
Quellen: § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB, § 537 BGB.
Was auf deine Buchungsseite gehört
Vermietest du gewerblich, braucht deine Buchungsseite ein Impressum mit Namen, Anschrift und Kontakt sowie eine Datenschutzerklärung. Der Preis, den der Gast sieht, ist der Gesamtpreis mit allen Pflichtkosten wie der Endreinigung. Und die Stornobedingungen stehen da, bevor jemand bucht. In Keyset trägst du Impressum, Datenschutz und Stornobedingungen einmal ein, und die Buchungsseite zeigt sie an der richtigen Stelle.
In vier Schritten zur eigenen Buchungsseite.
- Namen deines Betriebs eintragen
- Unterkunft beschreiben
- Wohnung und Preis eintragen
- Buchungsseite online stellen
Dann verbindest du dein Stripe-Konto und die Kalender von Airbnb und Booking.com.
Häufige Fragen
Darf ich Airbnb-Gäste fragen, ob sie beim nächsten Mal direkt buchen?
Nein. Airbnb verbietet, Gäste aus einer Airbnb-Buchung zu einer Buchung außerhalb zu bewegen, auch für spätere Aufenthalte.
Brauche ich eine eigene Website?
Nein. Keyset gibt dir eine Buchungsseite mit eigenem Link, den du auf Visitenkarten, in Mails oder bei der Tourismusinformation angeben kannst.
Was kostet eine direkte Buchung mit Karte?
Stripe berechnet für eine gewöhnliche Karte aus der EU 1,5 % plus 25 Cent je Zahlung. Keyset kostet 19 € im Monat für die erste Wohnung und nimmt keine Provision.
Gibt es ein Widerrufsrecht bei Ferienwohnungen?
Nein, nicht bei einer Buchung zu festen Terminen. Was bei einer Absage gilt, regeln deine Stornobedingungen.